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Reviews

 

Christian Voigt-Reviews

 

zum Lohengrin in der gleichnamigen Oper von Richard Wagner

 

"Hoffnung,Chaos,Tod" (Opernwelt,3/2012, Heinz W. Koch)

"...-Wagner-Belcanto,der im Verein mit Christian Voigts Lohengrin zu bemerkenswertem Niveau findet.Er ist ein makellos phrasierender, aufs Delikateste abstufendender und auf der lyrischen Stimmstatur klug aufbauender Tenor.Die Duettszene,die Gralserzählung - bei der die Massen der Führergestalt wie hypnotisiert folgen - ,der Abschied: eigentlich schon sensationell."

Freiburg : Lohengrin ( Opernglas,3/2012,K.F.Schulter)

"Lohengrins gewinnendes Auftreten, dessen forschem Charme fast alle erliegen, verstärkte Christian Voigt durch ausdrucksstarken, von klarer Artikulation getragenen Gesang, der, obwohl stets aus dem Vollen schöpfend, auch im dritten
Akt die Frische behielt und eine berührende Gralserzählung ohne Abstriche bot."

DORT, WO MAN BÜCHER VERBRENNT...

Fabrice Bollons und Frank Hilbrichs Freiburger "Lohengrin" ( Badische Zeitung,23.1.2012.Alexander Dick)

"Richard Wagner wollte damit die Tragödie des "absoluten Künstlers" beschreiben. Dass er diesem eine seiner schwersten Tenorpartien zudachte, war da nur konsequent. In Freiburg zeigt Christian Voigt, wie ein genuin lyrischer Tenor damit reüssieren kann, ohne den großen heldischen Apparat: Mit kluger, hochmusikalischer Gestaltung der Phrasen, technischer Überlegenheit bleibt er bei vielen Engstellen der Passage (des Übergangs von der mittleren zur oberen Lage) Sieger, und das alles bei einem großen Reichtum an Obertönen."

Link zum Artikel :

http://www.badische-zeitung.de/theater-rezensionen/fabrice-bollons-und-frank-hilbrichs-freiburger-lohengrin--55008737.html

Freiburg viert nieuw Wagner-succes ( www.operamagazine.nl,24.1.2012,Alessandro Anghinoni)

"Het soepele, zachte italianità in de stem van tenor Christian Voigt maakte van hem een echte ‘Lohengrin van de romantische opera’. "

Link zum Artikel : http://www.operamagazine.nl/featured/15242/freiburg-viert-nieuw-wagner-succes/

LOHENGRIN – Theater Freiburg (23.1.2012,Operapoint.Blog,Aron Sayed)

"Christian Voigt singt mit wenig Vibrato, klarer Diktion und tenoralem Höhenglanz einen überzeugenden
Lohengrin."

Die Frage nach der Zukunft (orpheus,März/April 2012,Ludwig Steinbach)

"In der Titelrolle...Christian Voigt...wußte vor allem im Brautgemach mit seinem vollen,schönen Tenor nachhaltige Akzente zu setzen."

Bildmächtige und wagemutige Inszenierung - Richard Wagners "Lohengrin am Theater Freiburg

(Deutschlandradio Kultur,21.1.2012, 23:05 Uhr,Uwe Friedrich)

"Der Tenor Christian Voigt singt einen zielstrebigen Lohengrin, um Differenzierung bemüht, und hält dabei seine Stimme stets fest im Griff."

Link zum Artikel : http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1658649/

Aufbruch in die Katastrophe - Das Freiburger Theater etabliert sich mit einem packenden „Lohengrin“ als bedeutende Wagner-Spielstätte ( Kulturjoker,2/2012,Georg Rudiger)

"Lohengrin ist keine Lichtgestalt. Da kann Christian Voigt in den lyrischen Passagen noch so viel Wärme entstehen lassen... – Regisseur Frank Hilbrich traut diesem Erlöser nicht....Die Pianokultur in den vielen lyrischen Passagen ist vorbildlich. Und hilft nicht nur Christian Voigt in der Titelrolle, große melodische Bögen zu spannen. Das hohe Niveau kann der Tenor... über den gesamten Premierenabend halten... im dritten Akt härtet er seine obertonreiche Stimme, so dass dieser Lohengrin das Orchestertutti überstrahlt."

Freude über »Lohengrin« in Freiburg ungetrübt ( Giessener-Allgemeine.de,24.1.2012,Joachim Lange)

"Christian Voigt gehört zweifellos zum hoffnungsvollen Lohengrin-Nachwuchs,..."

Vom Umgang mit Rebellen und Heilsbringern ( Südkurier,24.2.2012,Wolfgang Bager)

"Sympathisch Christian Voigt in der Titelrolle, der seinen Lohengrin schön und lyrisch anlegt,..."

 

zum Siegfried in Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen"

 

Ich finde übrigens, daß der Schreiber dieser Zeilen ein Fachmann ist und seine Kompetenz eindrucksvoll durch die Art und Weise seiner Rezension bewiesen hat, wenn er wie hier im nachfolgenden Artikel schreibt:

Liebe gegen Wissen und Macht - "Siegfried" stürmt das Staatstheater Darmstadt

(Frankfurter Allgemeine Zeitung,4.10.2011,"Siegfried",Staatstheater Darmstadt,Benedikt Stegemann)

"Es gelingt der Regie, oben auf dem Walkürenfelsen die Zeit auf anrührende Weise stillstehen zu lassen. Das Abfallen der eigenen Panzerung wird spürbar, das beinahe panische Erschrecken über die eigene Schutzlosigkeit, einmündend in die Ekstase der Liebe. Katrin Gerstenberger kann das Format einer Brünnhilde annähernd ausfüllen. Christian Voigt schlägt sich auch hier grandios. Das Staatsorchester Darmstadt unter seinem Chef Constantin Trinks trägt maßgeblich zum exzellenten Gesamteindruck bei."

Link zum Artikel als PDF-Datei : Liebe gegen Wissen und Macht

Den Dolch im Gewande

(www.opernnetz.de,4.10.2011,"Siegfried",Staatstheater Darmstadt, Eckhard Britsch)

"...und in der Darmstädter Inszenierung steht mit Christian Voigt, der sein Partie-Debüt in der vorigen Saison am Freiburger Theater absolvierte, ein idealer Interpret dieser Sichtweise zur Verfügung. Denn Voigt legt diese Partie eines jungendlichen Heldentenors mit durchgängig lyrischer Grundierung an und meidet metallische Härten. Das mag auch einer notwendigen Ökonomie geschuldet sein, um diese mörderische Partie durchzustehen, scheint aber doch ein Grundzug seiner auf Geschmeidigkeit und schön durchgezeichnete Gesangsphrasen angelegten Stimmführung zu sein."

Link zum Artikel : http://www.opernnetz.de/seiten/rezensionen/dar_sie_bri_111002.htm

 

Held mit Gitarre

(OnlineMusikMagazin,5.10.2011,"Siegfried",Staatstheater Darmstadt,Thomas Molke)

"...Christian Voigts Siegfried klingt bei seinem Auftrittsruf "Hoiho" noch ein wenig belegt. Wenn er aber die Partie etwas baritonaler anlegen kann, erreicht seine Stimme eine Strahlkraft, die eines jungendlichen Helden würdig ist, und besitzt auch die erforderlichen Reserven, um diese Kräfte zehrende Partie bis zum Ende durchzuhalten."

Link zum Artikel : http://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20112012/DA-siegfried.html

 

Ich finde, daß der Schreiber dieser Zeilen ein Fachmann ist und seine Kompetenz nicht nur mit dem Besuch dieser Vorstellung bewiesen hat, wenn er wie hier im nachfolgenden Artikel schreibt:

(Frankfurter Allgemeine Zeitung,11.3.2011,"Siegfried", Opera Bastille Paris,Christian Wildhagen)

Wir schlagen dem Virus ein Schnippchen

"Bei Christian Voigt, dem Siegfried-Retter, hört man einen ähnlichen Zugewinn an Details und Textsicherheit. Voigt hat alle drei Heldentenor-Partien in Wagners Tetralogie bereits beim aktuellen Freiburger „Ring“-Zyklus gestaltet. Gleichwohl wächst er hier, unter dem vergrößerten Maßstab der riesigen Bastille-Oper, von Akt zu Akt mehr über sich hinaus – besonders eindringlich in der Begegnung mit dem profunden Fafner von Stephen Milling....das Entwicklungspotential seiner Stimme für dieses so heikle Tenor-Fach ist unüberhörbar."

Link zum vollständigen Artikel :

http://www.faz.net/artikel/C30794/oper-wir-schlagen-dem-virus-ein-schnippchen-30330226.html

(klassik.com: Konzertkritiken - Richard Wagner: 'Siegfried' - Freiburger Ring-Zyklus- Christian Schaper (24.09.2010))

Bestandene Feuerprobe

Auch der Freiburger 'Siegfried' überzeugt Gerade hat Brünnhilde das Licht ausgeknipst im frisch bezogenen Eigenheim, da bricht nach kurzem Schmunzeln der Jubel los: Auch die dritte Station des Freiburger 'Ring'-Zyklus ist ein kolossaler Erfolg. Ein sichtlich gelöster Christian Voigt kann sich für sein höchst beachtliches Rollendebüt als junger Siegfried feiern lassen. Und auch Fabrice Bollon strahlt; seine Freiburger Philharmoniker haben eine Vorstellung mit klarer Linie und viel Zug geboten, ihre mit Abstand beste bisher in diesem 'Ring'. Das Regieteam zieht neben regem Zuspruch allerdings auch ein paar ausdauernde Buhrufer auf sich.
Hat man dem Publikum etwa zu viel zugemutet mit diesem 'Siegfried', einer Revue kaputter Typen in einer kleinbürgerlichen Welt voller verbarrikadierter Bungalows? Wie schon in 'Rheingold' und 'Walküre' hat Frank Hilbrich Wagners mythischen Figurenkosmos ins menschliche Hier und Jetzt übersetzt – und wieder landet er eine ganze Reihe von Volltreffern.
Da wäre etwa Mime: ein erfolgloser Tüftler in einer verrammelten Bude, und auch sonst ganz"vernagelt", wie er selbst sagt. Ein Borderliner ist er, mit Ticks und Tatterich; ihn zu durchschauen und zur Strecke zu bringen, bedarf es keiner Hilfe durch Waldvogelmagie – so einer verplappert und vergiftet sich schon selbst. Roberto Gionfriddo spielt nach seinem grandiosen Loge erneut virtuos auf, präzise bis ins nervöse Gehämmer mit seinem Stock; und wie nebenbei ist dieser Mime seinem
Siegfried auch stimmlich ein echtes Gegenüber.
Oder Fafner, den Gary Jankowski mit dunkler Stimmfülle und schöner Restwärme ausstattet: kein Riesenwurm zwar, aber sehr wohl ein Fleischriese, der krankhaft hortet, "liegt und besitzt" – ein Messie eben. Da versteht man erst so richtig, dass es Siegfried sofort leid tut, ihn ermordet zu haben, einen völlig Harm- und Wehrlosen, dessen Bedrohlichkeit nichts als ein großer Bluff war: Bewegungmelder, Flutlicht, Flüstertüte – für lichtscheues Gesindel reichte diese Drohkulisse völlig aus
(Bühne: Volker Thiele). Und wer wie Alberich sein Leben frustriert vor einem solchen Bunker fristet, was kann der anderes sein als ein Penner? Neal Schwantes gibt ihn mitreißend, geifernd und spuckend; für Momente wie den, da er sein 'Euch seh' ich noch alle vergeh'n!' ins Publikum schleudert, würde man wahrlich einiges geben. Mit dem Wanderer steht Alberich ein ungebetener Zechkumpan zur Seite. Nur Zuschauen? Von wegen: Wotan will es noch einmal wissen; für die Wanderermontur ist er einfach ein paar Nummern zu groß (Kostüme: Gabriele Rupprecht). Auf seiner langen Abschiedsrunde geht er, aufdringlich und leutselig, allen mächtig auf die Nerven – selbst wenn er nur in aller Ausführlichkeit einen Apfel verspeist. Peteris Eglitis hat nach seinem fabelhaften Wotan in der 'Walküre' nun einen mindestens ebenso großen Abend; mit beeindruckender Kraft und Sicherheit auch in der Höhe verhilft er dem Wanderer zu einem starken Abgang. Anja Jung als Erda, wie schon im 'Rheingold' Wotans Spiegelbild, steht ihm in nichts nach: 'Stark ruft das Lied', fürwahr, und stark schallt's zurück. Und der Waldvogel? Auch er wird als Projektion einer inneren Stimme verständlich (sehr hell und klar:
Lini Gong) und reiht sich damit in die vielen gelungenen Augenblicke ein, die der Versenkung in den jungen Siegfried gelten. Das Waldweben wird so zu einer bildstarken Kindheitsidylle. Auch für
Christian Voigt, einen Tenor von hoher lyrischer Potenz und ohne metallische Schärfe, ist dies eine glückliche Akzentsetzung. Nach zweieinhalb Akten, einem souveränen Horn-Solo (Isabel Forster) und dem respektablen Unisono der Violinen "in sonniger Höh'" muss man sich nur einmal kurz um Siegfried sorgen: Als er die vom Hospitalismus schwer gezeichnete Brünnhilde aus ihrer Isolationshaft erlöst, setzt Sabine Hogrefe gesanglich wieder höchste Maßstäbe, kraftvoll und deutlich bis in die kleinste Nebennote. Doch Christian Voigt kann noch nachlegen, es wird ein Duett auf Augenhöhe. Die Feuerprobe hat dieser Siegfried mit Bravour bestanden.

Link zum Artikel : http://magazin.klassik.com/konzerte/reviews.cfm?task=review&PID=4122

(klassik.com: Konzertkritiken - Richard Wagner: "Götterdämmerung"' - Freiburger Ring-Zyklus- Christian Schaper (26.09.2010))

Geraten ist ihm der Ring

"Bleiben die großen Drei der 'Götterdämmerung'. Hagen, ein Archivar im rosa Pullunder (Kostüme: Gabriele Rupprecht), versteht es als einziger, das überall in Kisten herumstehende Wissen auch zu nutzen – und nicht nur, wie Gunther und Gutrune, dazwischen zu wohnen (Bühne: Volker Thiele). Doch ein Papiertiger ist Gary Jankowskis souverän-sonorer Hagen keineswegs: An Stimmgewalt nimmt er es mit den versammelten Mannen locker auf; sein Hochzeitsalarm hinterlässt einen ungeheuren Eindruck. Sabine Hogrefe (Brünnhilde) und Christian Voigt (Siegfried) können nahtlos an ihren 'Siegfried'-Triumph anknüpfen, mit großer Leidenschaft und Ausdauer bis in ihre zutiefst anrührenden Schlussgesänge. Den einen hat schließlich sein Gewissen eingeholt, die andere ist zur Terroristin geworden, und auch Hagen ist an seinem Mord zerbrochen. Der vorletzte Blick einer ratlosen Menge geht in den Graben, zum tröstenden Orchester – der letzte dann ins Publikum. Großes ist geschehen am Freiburger Theater: Geraten ist ihm der Ring. Was nun?"

Link zum Artikel : http://magazin.klassik.com/konzerte/reviews.cfm?TASK=review&PID=4123

 

Ring des Nibelungen: Das lässt niemanden kalt

Das Theater Freiburg hat Richard Wagners "Ring des Nibelungen" komplett aufgeführt – eine Würdigung von Musik und Szene. (28. September 2010 ,Badische Zeitung,Georg Rudiger)

Kleinbürgerliches Idyll: Sabine Hogrefe und Christian Voigt in Frank Hilbrichs Freiburger „Siegfried“-Inszenierung Foto: korbel

Kleinbürgerliches Idyll: Sabine Hogrefe und Christian Voigt in Frank Hilbrichs Freiburger „Siegfried“-Inszenierung Foto: korbel

Barbara Mundel musste mit den Tränen kämpfen, als sie nach einer packenden "Götterdämmerung" im Freiburger Theater für einen kurzen Dank an alle Beteiligte den frenetischen Beifall unterbrach. Aber nicht nur die Intendantin ließ sich von diesem "Ring des Nibelungen" berühren. Auch im Publikum waren die Emotionen zu spüren, als das Philharmonische Orchester mit Generalmusikdirektor Fabrice Bollon die Bühne betrat und sich das Publikum erhob. Als sich der dröhnende Applaus beim Auftritt von Sabine Hogrefe, der Brünnhilde, nochmals steigerte oder kräftige Buhs zu hören waren, als das Regieteam die Bühne betrat. Kalt ließ der "Ring" niemanden.

...Es gibt nur wenige Tenöre, die bei einer zyklischen Aufführung beide Siegfried- Partien übernehmen. Christian Voigt hat den Mut. Anfangs gerät sein "Siegfried"- Debüt etwas zu vorsichtig, so dass ihn der enorm präsente Roberto Gionfriddo als Mime gelegentlich sogar klanglich dominiert. Aber Voigt teilt sich die Partie klug ein. Und verschwendet dann seine Reserven, wenn es notwendig ist: in der Schluss- Szene mit Brünnhilde. Hier wächst Voigt mit seiner überragenden Partnerin Sabine Hogrefe ins Außergewöhnliche – und beschert mit seinen ekstatischen Aufschwüngen einen der Höhepunkte dieses "Rings". In der "Götterdämmerung" singt Voigt ähnlich kontrolliert – ein lyrischer Grundton durchzieht seine Interpretation."

Link zum Artikel :

http://www.badische-zeitung.de/theater-rezensionen/ring-der-nibelungen-das-laesst-niemanden-kalt--36002870.html

 

„Siegfried“

Auf dem Weg zur Selbstfindung - Vorhang auf zum Scherzo. (Der Opernfreund,Ludwig Steinbach,24. 9. 2010 )

"Absolut phantastisch war dagegen die sängerische Seite der Aufführung. Das vom Theater Freiburg aufgebotene Ensemble hatte wahrlich Festspielniveau! Christian Voigt ist schon von seiner äußeren Erscheinung her - jung, groß, blond und gut aussehend - das Idealbild eines Siegfried, dem er darstellerisch ein ungemein glaubhaftes Profil zu geben wusste. Auch gesanglich konnte er voll überzeugen. Es ist erstaunlich, wie enorm Voigts stimmliche Entwicklung vorangeschritten ist, seit ich ihn das letzte Mal gehört habe. Bis auf einige ganz wenige schwächere Momente im ersten Aufzug, wo ihm die Stimme etwas in den Hals rutschte, war zu konstatieren, dass er seinen ansprechenden Tenor wunderbar in den Körper gebracht hat, woraus eine ungemein voluminöse, tiefgründige und ausdrucksstarke Tongebung resultierte. Wenn Voigt auf diese Weise weiter macht, stehen ihm die größten Bühnen offen. Bereits jetzt ist er so manchem berühmteren Rollenvertreter überlegen."

Link zum Artikel : http://www.deropernfreund.de/pageID_10322475.html

„Götterdämmerung“

Aufarbeiten von Geschichte ( Der Opernfreund,Ludwig Steinbach,26. 9. 2010 )

"Christian Voigt konnte als alter Siegfried mit elegantem, sauber geführtem hellem Tenor an seinen großen Erfolg als junger Siegfried nahtlos anknüpfen. Hier wächst ein ausgezeichneter Vertreter des Heldenfachs nach."

Link zum Artikel : http://www.deropernfreund.de/pageID_10322475.html

 

( OPERNWELT Juli 2010. Heinz W. Koch )

RHEINSCHWIMMER

Ende gut, alles gut? Fast. Gewiss scheint, dass der Freiburger »Ring des Nibelungen« nach einem im szenischen Niveau schwankenden »Siegfried« mit der »Götterdämmerung« in ein Finale mündete, das oft überwältigend gelang. Die schiere Makellosigkeit, ja, den Glanz, den Fabrice Bollon mit dem spürbar an der örtlichen SWR-Konkurrenz gewachsenen Philharmonischen Orchester Freiburg und mit dem von Bernhard Moncado exzellent vorbereiteten Chor erzielt, hätte man sich noch vor wenigen Jahren nicht zu erträumen gewagt.


Keines der heiklen (Horn-)Soli, das missraten wäre, dazu die Transparenz, die Dirigent und Musiker(innen) dem verzweigten Motivgewebe angedeihen lassen, die koloristischen Feinheiten, die sie aus den schwebenden Naturklängen filtern – all das spricht für diese immer noch außergewöhnliche Anstrengung eines mittleren Hauses. Und das auch dann noch, wenn eine stärkere Hinwendung zu einem leiseren >Grundton<,eine häufigere Abkehr von einem bisweilen etwas vordergründig-geheimnislosen General-Mezzoforte noch glücklicher gemacht hätte. Erstaunliche Werte erreicht dieser »Ring«-Abschluss auch in der vokalen Ausstaffierung.

Vor allem ist das Freiburger Siegfried-Problem mit Christian Voigts Partiendebüt eindrucksvoll behoben: ein klar formulierender – jugendlicher – Heldentenor von großer Konsistenz und mit ansehnlichen Reserven.

Den Vorzug, tatsächlich alleweil zu singen, teilt er mit Sabine Hogrefe, deren Brünnhilde das zentrale Ereignis dieses »Rings« bleibt. Nach wie vor lyrisch grundiert, gelingt dieser eminent gereiften Sopranistin schier alles: ein Ausbruch nach dem anderen und dazu immer in die durchdachte Phrasierung eingebunden. Sigrun Schell ist auch als Gutrune dabei, es ihr nachzutun.
Als raubauziger Hagen mit beträchtlicher Projektionskraft trumpft Gary Jankowski auf, und Wolfgang Newerla bietet als Gunther starkes baritonales Profil. Neal Schwantes hat als Alberich so etwas wie die späte Rolle seines Lebens gefunden. Und dann Anja Jung: eine Waltraute von denkwürdigem Format, ein echter Alt, voluminös und hochexpressiv. Sie alle betrachten sich offenbar als Stützen eines szenischen Konzepts, das in der »Götterdämmerung« wieder Tritt fasst.Frank Hilbrichs Regieziel ist die strikte Vermenschlichung und Vergegenwärtigung des mythologischen Geschehens, und da gelingen ihm in der geduldigen psychologischen Beobachtung der Aktionen und Reaktionen am Gibichungenhof Momente von bestechender Gespanntheit. An theatralischen Einfällen mangelt es dieser »Götterdämmerung« nicht. Da verstrickt sich Brünnhilde unrettbar in den Fäden der Nornen, die hinter ihrem und Siegfrieds Bett kauern. Da platzt der vermummte Siegfried als Gunther – eine Idee wie von Wernicke - angemessen überfallartig durch Brünnhildes Pappwand: ein coup de théâtre. Und kaum je dürfte ein Regisseur auf den Gedanken gekommen sein, das allmähliche Verstummen Alberichs (»Sei treu!«) als Sterben auszulegen – absolut musikkonform im Übrigen. Wie Brünnhilde schließlich ihre Puppen entsorgt und abmurkst: das definitive Ende des Kindseins. Und auch wer anmerkt, Wagners Musiksprache, sein »hoher Ton» werde durch den Umstand, dass Siegfried sich vom nächtlichen Lager erhebt, Hemd und Socken überstreift und zur Kissenschlacht schreitet, bis an den Rand des Lächerlichen unterlaufen – auch der wird das grandiose Gesamtergebnis nur temporär beeinträchtigt finden.


Götterdämmerung: Die Welt ist ein Kartonhaus/ Festspielreif: Die "Götterdämmerung" am Theater Freiburg.

(Alexander Dick,18.5.2010, Badische Zeitung )

"Noch steht sie(Brünnhilde) in Bayreuth in der Warteposition – ihr Debüt dort hat sie sich längst verdient. Wie vielleicht auch in absehbarer Zeit Christian Voigt. Was für ein Einstieg in den Siegfried: jugendlich-kraftvoll, aber mit sinnlichen Zwischentönen, sauberer Höhe und hervorragend in der Artikulation. Hier wächst ein Tenor heran, der nicht nur das Material hat sondern auch die stimmliche Intelligenz für dergleichen Mammutpartien."

Link zum Artikel :

http://www.badische-zeitung.de/klassik-rezensionen/goetterdaemmerung-die-welt-ist-ein-kartonhaus--31160169.html

Freiburg : Götterdämmerung (K.-F.Schulter ,Opernglas 7/8 2010 )

"Auch das Debüt von Christian Voigt als Siegfried geriet überzeugend, da er starke textliche Durchdringung und heldisches, jugendlich strahlendes Singen auf das Feinste zu verbinden vermochte."

 

Wenn die Gier ins Chaos führt (Wolfgang Bager,Südkurier,18.5.2010)

"Wahrlich heldenhaft auch die Leistung von Christian Voigt als Siegfried, der sich nach verhaltenem Beginn musikalisch zu steigern vermag und schließlich szenisch wie musikalisch ganz wunderbar seine Lebensgeschichte zum Besten gibt, nachdem ihm zuvor schon das Duett mit Brünnhilde anrührend glückt."

Link zum Artikel : http://www.suedkurier.de/news/kultur/kultur/art410935,4296351

Interview: Götterdämmerung im Freiburger Stadttheater

Brünnhilde und Siegfried feiern am Sonntag in Freiburg "Götterdämmerungs"-Premiere. Ein Interview zur Einstimmung mit Brünnhilde alias Sabine Hogrefe und Siegfried alias Christian Voigt.( Badische Zeitung,15.5.2010 )

Link zum Artikel :

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/interview-goetterdaemmerung-im-freiburger-stadttheater--31013784.html

Die menschlichen Götter

Eine fulminante "Götterdämmerung" krönt den Freiburger "Ring des Nibelungen"

( Georg Rudiger, Kultur Joker,4.6.2010 )

"Die hohe Qualität des Abends setzt sich bei den Sängern fort. Die Entdeckung ist Christian Voigt als Siegfried. Sein Tenor verfügt neben der metallenen Strahlkraft auch über viele Zwischentöne. Die mörderische Partie teilt er sich gut ein. Kein tremolierendes Wagnergebrüll ist das, sondern unendliche Melodie."

 

( Die Deutsche Bühne,Juli 2010, Alexander Dick )


Das hat vor allem etwas damit zu tun, dass Generalmusikdirektor Fabrice Bollon, der den »Ring« nach Patrick Ringborg (»Rheingold«) und Gerhard Markson (»Die Walküre«) nun dauerhaft erobert hat, die exzellente Qualität seiner Vorgänger mühelos fortsetzte. Wenn auch mit anderer Ästhetik. Bollon ist Franzose, und das kann seine »Götterdämmerung« in ihren irisierend-impressionistischen Farben nicht leugnen. Das Philharmonische Orchester hat keine Mühen, sich auf diesen auch in den Sinfoniekonzerten gerne gepflegten frankophonen Tonfall einzulassen. Vor allem aber zeigt es in dieser »Götterdämmerung« eine Qualität, die weit über ein B-Orchester hinausweist. Die in Freiburg in Gang gesetzte Diskussion einer moderaten Aufstockung der nur 66 Planstellen sollte deshalb trotz der Sparzwänge nicht schon im Keim erstickt werden...
Jenseits des Grabens, auf der Bühne, ebenso erlesene Qualität. Der Freiburger »Ring« hat seine Brünhilde gefunden: in einer mit berückend innig-lyrischen Farben aufwartenden Sabine Hogrefe, die trotz bereits respektablen »Walküren«-Beginns am Schlussabend der Tetralogie mehr und mehr über sich hinauswuchs: keine »Hochdramatische« im klassischen Sinn, aber eine an Zwischentönen und Tiefe reiche Alternative. Noch steht sie in Bayreuth in der Warteposition – ihr Debüt dort hat sie sich längst verdient.

Wie vielleicht auch in absehbarer Zeit Christian Voigt. Erst Siegmund und nun Siegfried zwo: jugendlich-kraftvoll, aber mit sinnlichen Zwischentönen, sauberer Höhe und hervorragend in der Artikulation. Hier wächst ein Tenor heran, der nicht nur das Material hat, sondern auch die stimmliche Intelligenz für dergleichen Mammutpartien.


Ein Lob der Freiburger Ensemblepolitik (auch Sabine Hogrefe war an diesem Haus fest engagiert) auch für diese reifen Leistungen: Gary Jankowskis Hagen besticht im Verlauf des Abends immer mehr mit seiner gewaltigen Bassfülle und –potenz; Sigrun Schell und Wolfgang Newerla sind als Gutrune und Gunther alles andere als stimmliche Leichtgewichte. Vor allem aber Anja Jungs Waltraute (auch 1. Norn) hat eine erdhaft-dramatische Ausstrahlung, wie sie jedes Festspiel schmückte.
Womit sich mühelos der Bogen zur Regie schlagen lässt. Frank Hilbrich hat diesen Freiburger »Ring des Nibelungen« mit bemerkenswerter Konsequenz zu Ende geschmiedet. Zumal er nun wieder die Grundidee dieser Inszenierung, den Mythos auf reine Vermenschlichung zu konzentrieren, in schlüssigen Szenen und Bildern zu Ende denkt. Dieser »Ring« steht in der Tradition des Brecht’schen Lehrstücks. Ganz nebenbei: So Wagner-fern ist das gar nicht, spricht doch der Revolutionär Richard Wagner 1849 in seinem »Kunstwerk der Zukunft« vom Volk als bedingender Kraft für ebendieses. Wie sich Hilbrich Wagners Weltuntergang fortdenkt? Durchaus dialektisch. Die (krisengeschüttelte) Welt ist nur ein Kartonhaus und wird am Ende einfach einstürzen, aus ihren Trümmern »sehen die Männer und Frauen in höchster Ergriffenheit« in Richtung Publikum: Schaut her, ihr seid gemeint! »Ideologiezertrümmerung« à la Brecht? Nicht ganz. Denn hier zeigt der Regisseur seinen Musiksachverstand, wenn er diese Menschen zuvor in den Orchestergraben blicken lässt, aus dem Wagners Trost spendendes Erlösungsmotiv (das im »Ring« an überhaupt nur zwei Stellen auftaucht) erklingt. Will sagen – hört hin, es gibt immer eine Chance! Mehr als ein gutes Horoskop für die Freiburger Oper und ihre »Ring«-Tetralogie in der nächsten Spielzeit.

 

zum Siegmund in "Die Walküre" von Richard Wagner

 

Rüsten für große Wagner-Schlachten

Brillant: Christian Voigt (Alexander Dick, Badische Zeitung,13. Januar 2009)

Kein Stück für das männliche Selbstbewusstsein. Die Herren der Schöpfung – sie verlieren und scheitern unentwegt in Richard Wagners "Walküre". Ob als tragische Helden wie Gott Wotan und sein Sohn Siegmund oder als Ausführungsgehilfen wie der "Jagdaufseher" Hunding. Wie schön, wenn man dieses Scheiterns nur auf den Metaebenen der Handlung gewahr wird, nicht aber in vokaler Hinsicht. Wie am Theater Freiburg. Dort geht die Produktion der "Walküre" vom vergangenen Sommer in eine Wiederaufnahmerunde. Eine höchst interessante, weil das gesamte männliche Personal ein Neues ist. Einschließlich des Dirigenten.

Und das alles zusammen schmeichelt wiederum dem Selbstbewusstsein der Spezies Mann, zeigt sich doch dieser Freiburger "Ring" musikalisch erneut überaus konkurrenzfähig, in einigen Fällen sogar richtiggehend brillant. Ein solcher heißt Siegmund alias Christian Voigt. Der Berliner, seit Dezember Ensemblemitglied in Freiburg, weckt mit seinem Siegmund-Debüt die Hoffnung auf eine Karriere als heranreifender Heldentenor. Vorbildlich in der Diktion, noch immer mit schlankem, lyrischen Timbre, zumal in der Mittellage, verfügt seine jugendliche Stimme gerade in den expressiven Passagen über wagnerische Strahlkraft. Zuweilen schadet sein ungestümer Krafteinsatz bei großen Intervallsprüngen nach oben (Beispiel: "... denn wonnig weidet mein Blick") dem musikalischen Fluss, dennoch: Dass sich hier ein Siegmund für größere Wagner-Schlachten rüstet, ist spürbar.

Peteris Eglitis hat seine Stärken vor allem in Darstellung und Gestaltung. Der Freiburger Wotan des US-amerikanischen Bassbaritons ist ein packender Erzähler, einer, der die Botschaften hinter dem Text plastisch macht und sich nicht vor der Devise Ausdruck vor Schönheit scheut. Im mezzoforte und piano indes wirkt seine Stimme, zumal in der Passage – dem Übergang zur hohen Lage – gepresst und verkrampft; und nicht immer gelingt es Eglitis, sich im forte davon restlos frei zu singen. Auf seinen Wanderer im Freiburger "Siegfried" sind wir gespannt – die Legato-Passagen der Partie dürften ihm gerade dazu Gelegenheit geben. Einen mächtigen, rabenschwarzen Hunding gibt Gary Jankowski als dritter Novize in dieser Inszenierung: zweifellos eine Aufwertung für die kleinere, aber eben gar nicht unbedeutende Figur.

Die ausgeglichene, für ein Haus dieser Größenordnung keineswegs selbstverständliche vokale Besetzung, aus der hier ausdrücklich noch einmal die in dieser Produktion bereits "bewährten" Damen Sabine Hogrefe (Brünnhilde), Sigrun Schell (Sieglinde) und Anja Jung (Fricka) genannt seien, findet beim gut aufgelegten, in weiten Passagen meisterlich disponierten Philharmonischen Orchester ihre Entsprechung. Fabrice Bollon lässt seinen Einstieg in den "Ring" sehr sängerfreundlich, eher episch-lyrisch denn dramatisch angehen; darüber kann auch die überaus forsch musizierte Sturmmusik gleich zu Beginn nicht hinwegtäuschen, zumal der Generalmusikdirektor die ganz großen dynamischen Gegensätze meidet und auch der Syntax Wagners keine allzu großen interpretatorischen Freiheiten angedeihen lässt. Vielleicht klingt das mitunter ein wenig zu schulbuchmäßig, etwa bei Siegmunds Frage nach dem Vater kommentierendem Walhall-Motiv im ersten Aufzug. Doch handwerklich ist das alles überaus solide, zumal für eine Produktion, die man eben mal für (leider nur) drei Aufführungen aus dem Boden stampft. Auf Bollons ersten eigenen Freiburger Wagner, "Siegfried" im Sommer, darf man sich jedenfalls schon jetzt freuen.( Weitere Aufführungen am 18. Januar und 15. Februar. 01805/556656 )

Hier der Link zum Artikel :

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/ruesten-fuer-grosse-wagner-schlachten--10230763.html

 

(www.Opernnetz.de,Staatstheater Oldenburg, "Walküre, 26.2.2011,Christoph Schulte im Walde)

Walküre im Fliegerhorst

Keinerlei Konditionsschwächen zeigt auch Christian Voigt als Siegmund, der mit seiner Stimme klug haushaltet, die unendlich langen „Wälse“-Rufe problemlos durchzieht und auch darstellerisch eine gute Figur macht.

(diabolo-mox,3.3.2011,Oldenburg,"Walküre",Simone Wiegand)

Götter – auf den Menschen gekommen

"Leidenschaftlich und hingebungsvoll im Ausdruck ihres wohlklingenden Gesangs erweisen sich Valérie Suty (Sopran) und Christian Voigt (Tenor) als Wälsungen-Geschwisterpaar Sieglinde und Siegmund. "

(NWZ,28.2.2011,Oldenburg,"Walküre",Werner Matthes)

Drama der beschädigten Seele

Stimmen großen Formats

"Die Solisten, die sich zum psychologisch vertieften Kammerspiel fügen, sind Sängerinnen und Sänger guten bis großen Formats. Derrick Ballard als Wotan, Abgründe eines liebenden, exaltiert-angstvollen, gescheiterten Despoten demonstrierend, gibt seiner Partie grandiose stimmliche Strahlkraft, differenzierten Ausdruck und Glanz. Gleiches gilt von dem Wälsungenpaar Sieglinde und Siegmund – Valérie Suty und Christian Voigt –, beide von eminenter, leidenschaftlicher, anrührend hingebungsvoller Präsenz."

Link zum Artikel :

http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Kultur/Nachrichten/NWZ/Artikel/2549874/Drama-der-beschaedigten-Seele.html

 

 

zum Oberon in "Oberon" von Carl Maria von Weber

Marionetten nach Bagdad (Heinz W. Koch, Opernwelt, Januar 2010 )

" Ein neues großes Zukunftsversprechen gibt der gradlinig-kernige Tenor Christian Voigt in der Titelpartie ab. Ob sich in ihm nicht ein Hüon verbirgt, der den Helden vom Dienst schon jetzt klar phrasierend in den Schatten stellt ? Jedenfalls vermag Gunnar Gudbjörnsson trotz fast schon unzulässiger Erleichterungen von der schweren Auftrittsarie nur eine ungefähre Vorstellung zu vermitteln. "

Freiburg Oberon ( K.F. Schulter, Das Opernglas, 1/2010 )

"Christian Voigt sang den Oberon dunkel gefärbt und breit strömend im Ton, wodurch ihm eine deutliche Aufwertung der von Weber leider etwas kurz gehaltenen Partie gelang."

Kein Budenzauber ( Dennis Roth, Klassik.com,9.11.2009 )

"Christian Voigts Feenkönig ragt heraus: Sein Tenor ist überaus tragfähig und agil, die Gestaltung souverän."

Anmut – Grazie – sanfte Ironie ( Alexander Dick, Badische Zeitung, 9.11.2009 )

"Auch wenn ihnen der Komponist undankbare Rollen zugedacht hat: Christian Voigt (Oberon) und Anja Jung (Titania) zaubern in diese mittleren Partien großen vokalen Glanz."

zum Narraboth in "Salome" von Richard Strauss

Der Prophet auf der Designercouch ( Alexander Dick, Badische Zeitung,5.10.2009 )

" Die Rolle des Narraboth ist mit Christian Voigts kräftig-klarem Tenor luxuriös besetzt."

Wenn Dandys zelten gehen (Georg Rudiger, Joker,11/2009)

"Christian Voigt als Narraboth hat von der Regie die absurdeste Rollenzeichnung erhalten. Erst einmal schreibt der Hauptmann den lateinischen Spruch "ROMANI ITE DOMUM" (Römer geht nach Hause) an die Wand-und weckt damit Erinnerungen an eine ähnliche Szene aus Monty Pythons duchgeknallter Komödie "Das Leben des Bryan", wo der Protagonist wegen Grammatikfehlern fast sein Leben verliert. Dann darf sich der in Salome Verliebte nicht einmal gemäß der Vorlage das Leben nehmen, sondern muß noch eine Leiter hinaufklettern, um das braune Packpapier von der Wand zu reißen und ein Renaissancegemälde von Jochanaans geköpftem Haupt sichtbar zu machen. Musikalisch erhält die Rolle dagegen durch den leuchtenden Tenor Christian Voigts tragisches Gewicht. Und erzählt eine ganz andere Geschichte als die Regie."

Richard Strauss' Oper „Salome“ in Freiburg (Siegbert Kopp,Südkurier, 7.10.2009)

"...noch sehen wir ihre rote Haarpracht wallen über die Rücklehne des Designer-
Sofas, und schon hören wir vom Pagen: „Schreckliches kann geschehen“,
während der Wachmann Narraboth (Christian Voigt) mit heldentenoraler Inbrunst
Salomes Schönheit besingt."

 

zum Max im "Freischütz" von C.M. von Weber

"...der Tenor von Christian Voigt hat grosse lyrische Qualitäten." ( Klaus Kalchschmid, Opernwelt 11/2006)

"Brigitte Fassbaender erklärt im Programmheft plausibel ihr Regiekonzept für den Freischütz, das Fokussieren auf die zerstörerische Versagensangst des Max ( Freud-Jahr !). Doch sie tut des Guten zuviel,wenn sie den Jägerburschen als Jammerlappen die ganze Oper hindurch in einen Lehnstuhl verbannt,wenn Prüfungsangst zur Paranoia wird. Dabei singt er so prächtig : Christian Voigt ist eine tenorale Trouvaille!" ( Höpf, Der Standard, 26.9. 2006 )

" Max,der Jägerbursche,brütet im Lehnstuhl vor sich hin,ein Häufchen Elend am Rande des Wahnsinns.Er schlottert vor Angst,daß ihm der "Probeschuss" mißlingt,von dem seine ganze Zukunft abhängt. Doch man kann's auch übertreiben: Halluzinationen,totaler Realitätsverlust stehen im Widerspruch zu seiner sängerischen Präsenz: Edeltenor Christian Voigt,ein echter Gewinn im Ensemble, muss sich als Jammerlappen unter seinem Wert geschlagen geben ! " ( Jutta Höpfel, Kronenzeitung, 25.9.2006)

"Die Rolle des Max hat in Christian Voigt einen sehr stimmstarken Interpreten." ( Winfried Werner Linde,Tiroler Kurier,25.9. 2006 )

"Voigt hat eine kernige, junge Stimme mit sparsamem Vibrato und sicherer Höhe,sehr natürlich und sehr überzeugend...man nimmt ihm seine Mutation zum Nachfolger Kaspars ab,der ihm sterbend sein Amulett gibt." (Jürgen Strein, Fränkische Nachrichten, 6.8. 2007)

"Christian Voigt...mit wunderbar ausbalanciertem lyrischem Tenor...Max greift ungewöhnlich aktiv in die Abläufe ein....Er darf sein Schicksal selbst zwingen...was seinem spielerischen Potenzial ...entgegenkommt." (Werner Weckbach,Rhein-Neckar-Zeitung, 6.8. 2007)

"Die schiere Verzweiflung ist Max in Gesicht und Stimme geschrieben.Ein Getriebener,Gehetzter,dessem innerem Elend Christian Voigt mit vollem,kräftigem Tenor alles abringt. Flehend untermalt der Chor die darstellerische Wucht,mit der diese beiden Antipoden aufeinander prallen." (Christopher Menges, Eberbacher Zeitung, 6.8. 2007)

Besser unscharf als daneben

Vorarlberg-News, 16.02. 2008 Christa Dietrich
Bregenz - Solange das Grau nur das Bühnenbild bestimmt, geht man mit dem Carl Maria von Weberschen "Freischütz" sicher nicht baden.

Jedenfalls zeigte sich das Publikum gestern spätabends im Bregenzer Festspielhaus von der Premiere der alljährlichen Opernproduktion des Symphonieorchesters Vorarlberg und des Landestheaters durchwegs angetan, wenn auch etwas reserviert. Knorriges Jägertum, ein Bursche, der zielgenau töten muss, um ein Mädchen zu erringen und sich daher im tiefen, dunklen Wald mit dem Teufel einlässt, hat die 1821 uraufgeführte Oper schwer inszenierbar gemacht. Zwar wird am Ende mit dem lästigen Brauchtum aufgeräumt, bis dahin könnte man überholte Initiationsriten hinterfragen, entfernt sich dabei aber nicht selten von der Musik.

Ideales Ensemble

Wer einen „Freischütz“ aufs Programm setzt – und das tun derzeit sehr viele Opernhäuser – hat somit ein Problem. Das Landestheater und das Symphonieorchester, zwei Vorarlberger Institutionen, die seit Jahren pro Spielzeit für eine Oper gemeinsame Sache machen, hat sich die quasi einfachste Lösung gesucht: Alles Spielerische wird reduziert, im Bregenzer Festspielhaus regiert die Musik. Das heißt, Dietfried Bernet, der jede Möglichkeit auskostet, die zahlreichen Melodien in diesem „Freischütz“ farbenreich, aber eben nicht zu luzid verklingen zu lassen. Für die Auswahl der eigens engagierten Sänger hat man sich viel Zeit genommen. Bis auf gut überhörbare Strauchler in den kleinen Nebenrollen, steht so etwas wie ein ideales Ensemble auf der Bühne. Malin Byström führt ihre Agathe wunderschön schlank und an entsprechenden Partien dennoch satt voran. Anja Scholz gibt das oft zu verspielte Ännchen so klischeefrei, wie man es sich nur wünschen kann und es müsste schon – um beim „Freischütz“ zu bleiben – mit dem Teufel zugehen, wenn man von Christian Voigt, dem gefühlvoll-markanten Max, nicht bald viel mehr hört. Auch Kaspar ist mit Selcuk Cara sehr gut besetzt. Der Sänger kann auch noch verdammt gut spielen. Michael Wagner (Kuno), Manfred Hemm (Eremit), Markus Raab (Kilian) und Felipe Peiró (Ottokar) fügen sich zu einer Truppe, die – na ja – gemeinsam mit dem Chor hier auch zu einem Oratorium antritt. „Fließende Bilder“ nennt Regisseur und Ausstatter Andreas Hutter seine Gangart, die ihm auch schon vor diesem „Freischütz“ eigen war. Besser etwas unscharf als daneben schießen, müsste man diese Variante beschreiben und kann Gefallen daran finden.

Wenig Bilder

So man sich von einer zeitgemäßen Operninszenierung nicht auch erwartet, Antworten auf die Frage zu bekommen, was Max bzw. Kaspar, der ihn dem Teufel ausliefern will, antreibt. Im Grunde bleibt Hutter bei seiner Grisaille-Malerei (alle Kostüme samt der Bühnenschräge als einziges Ausstattungselement sind in Grau, Weiß und Schwarz gehalten) ja doch konventionell. Von schönen Tableaus sprach man früher, wenn es ein Regisseur verstand, den Chor gut aufzustellen. Hutter setzt ihn vielfältig (auch à la griechische Tragödie) ein: Volk, Wald, Raumbegrenzung und die dunklen Mächte – wer beim Kornmarktchor singt, muss flexibel sein, denn die gesamte Masse ist ja mehr oder weniger stets in Bewegung. Das erhellt sich sehr schön, wenn etwa der Brautkranz (hier auch das Kleid) von Agathe besungen wird, das verliert sich im Dunkeln, wenn Max und Kaspar nach der Wolfsschluchtszene umschlungen werden. Apropos Chor: Wolfgang Schwendinger hat vor allem seine Männer bestens im Griff. Und sonst? Man hat in Bregenz einen „Freischütz“ realisiert, der auch szenisch kompakt bleibt. Optischer Grauschleier und akustische Farbenpracht, das trifft durchaus. Vor allem, wenn diese Paarung dann im Kopf noch weitere Bilder auslöst, mit denen man hier spärlich umging . . . .

zum Bacchus in "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss

unter der Überschrift : Prachtstimmen in der Wüste

"Innsbrucks "Ariadne auf Naxos" prunkt mit herrlichen Stimmen:...Wären Christiane Libor und Christian Voigt nicht so heldisch-stimmstark,...hätte das Publikum seinen Unmut wohl noch viel lauter bekundet. Dirigent Dietfried Bernet sorgte für prächtige Orchesterfarben und machte damit die szenische Ödnis weitgehend wett. Schade ums "Gesamtkunstwerk"!" (Jutta Höpfel,Der Standard,8.11.2007)

"Christiane Libor gibt der Ariadne große Stimme und großen Ausdruck. Ihr zur Seite Christian Voigt als strahlend-tenoraler Bacchus." ( Winfried .W. Linde, Tiroler Kurier, 6.11.2007 )

"...und Christian Voigt wurde mit der Heldentenor-Orgie des Bacchus sehr gut fertig." ( u.st.,Tiroler Tageszeitung,6.11.2007)

" ...Christian Voigt...singen und spielen mit großer Pracht." ( Moni Brüggeller, Kronenzeitung, 6.11.2007 )

IN REVIEW
INNSBRUCK — Ariadne auf Naxos, Tiroler Landestheater, 2/8/08

April 2008 , vol 72 , no.10

Remember the name Christiane Libor. After much buzz in Vienna, the promise suggested by her stupendous Senta in Graz last season was fulfilled by her Ariadne at Innsbruck's Tiroler Landestheater, where Intendantin Brigitte Fassbaender continues to prove she knows how to pick 'em (seen Feb. 8).

Libor unquestionably ranks as one of the greatest Ariadnes I've heard in the past three decades, and maybe even tops that august list. Most important is the quality of her voice, the sheer beauty of tone from top to bottom. Her soprano is huge, plummy, powerful and under perfect control, capable of slowly spinning a pianissimo into a forte over several bars to send shivers down one's spine. Diction and phrasing are impeccable. She is a large, handsome woman, who knows how to move onstage with dignity and poise.

The Berlin-born soprano has the perfect voice for Strauss, easily negotiating low-lying passages without forcing, blooming on top notes, effortlessly pouring out tidal waves of golden tone in the great monologues beginning "Ein schönes war" and "Es gibt ein Reich."

Other feathers in this Ariadne's cap include a ravishing young mezzo, Anne Schuldt, as the Composer, whose great paean to music contained enough poetry to override the pedestrian, insensitive conducting of Leif Klinkhardt; and an American Zerbinetta, Debra Fernandes, who soared through "Grossmächtige Prinzessin," bringing a charming Betty Boop perkiness and true humor to an otherwise revolting production.

In a repertory company with a small permanent ensemble, luxury casting is bound to occur. It did so here with the rich, ringing baritone of Joachim Seipp, a magnificent Barak, Jochanaan and Holländer, in the relatively small but important role of the Music Teacher. Ines Lex, Lysianne Tremblay and Christine Buffle blended lusciously as, respectively, Najade, Dryade and Echo. (Tremblay was Lola, Buffle Nedda in the previous night's Cav/Pag.)

Announced as indisposed, Christian Voigt as Bacchus sounded better than I ever heard him when presumably in the pink, offering sustained clarion tones throughout this unrewarding, eleven o'clock role.

The juicy spoken role of the Majordomo, usually cast with an aging actor or retired singer dripping with hauteur, was given to a snide young man, Helmuth A. Häusler, who dispassionately barked his words and left the stage. Indeed, Elisabeth Stöppler's confused, joyless, unrelentingly mean-spirited production seemed determined to paint Strauss and Hofmannsthal's gentle masterpiece as meaningless tripe, mistaking gratuitous sex for humor.

The Prologue was given with each character costumed for the Opera, stepping out from behind Plexiglas doors. The Opera was given in an exact replica of the auditorium in which we were sitting, up to the first tier, causing the singers, wearing street clothes, to scramble over seatbacks and down aisles. "Bühne" (stage), an increasingly worrisome credit, and the egregiously ugly costumes were the work of Bettina Munzer and Julia Libiseller. This was a night for keeping one's eyes closed.

LARRY L. LASH

Copyright © OPERA NEWS 2009

zum Erik in "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner

"Auch der unglückliche Erik ist ein Getriebener: Christian Voigt macht das im 2.Akt mit Vehemenz deutlich." ( Jutta Höpfel, Kronenzeitung, 25.6. 2007 )

"...,dazu der unglückliche Erik,für den Christian Voigt dramatische Töne aufbringt." ( Höpf, Der Standard,26.6. 2007 )

zum Barinkay in "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauss

" Wir befinden uns in Traumanistan. Traumhaft ist Christian Voigt als Barinkay. Zu einer vor Kraft strotzenden Stimme kommt komödiantische Leidenschaft." ( Werner Weckbach, Rhein-Neckar-Zeitung, 11./12.8. 2007 )

" In der Titelrolle glänzte Christian Voigt als Sandor Barinkay mit gefordertem tenoralem Glanz." ( Peter Zechel, Eberbacher Zeitung,11.8. 2007 )

zum 1. Geharnischten in der "Zauberflöte" von W.A. Mozart

" Unter den drei Solisten in Sarastros Gefolge, dem Sprecher Hans-Josef Overmann und den Geharnischten Christian Voigt und Alois Schnorrberger,ragte Voigt eindeutig hervor. Flapsig könnte man sagen,er sang seine zwei Begleiter glatt an die Wand." ( Jürgen Strein,Fränkische Nachrichten,7.8. 2007 )

zur Hexe in "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck

"Und die Knusperhexe ist alles andere als ein altes Weib. Christian Voigt wurde von Kostümbildnerin Bärbel Hodapp in ein schrilles Transvestiten-Kostüm gesteckt. Darin und mit schwarz-weissem Haarschopf darf der Tenor Voigt so richtig böse und auch reichlich komisch sein. Wie der Wind wuselt er treppauf,treppab über die zweigeteilte Bühne,lässt sein unbelebtes Double mit Schmackes an einem Stahlseil hoch zum Eckturm des Schlosses und wieder zurück rauschen,kommt dann ganz zerstrubbelt auf die Bühne zurück. Und singt dabei noch teuflisch gut: Christian Voigt war sicherlich neben dem Orchester der musikalische Glanzpunkt des Abends." ( Jürgen Strein, Fränkische Nachrichten,7.8. 2006 )

 

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